Guardians of the Galaxy kann man definitiv als kleinen Überraschungshit des Marvel Cinemativ Universe bezeichnen. Kein Wunder also, dass eine Fortsetzung recht schnell angekündigt wurde.

Nun darf die abgedrehte Bande die Leinwand endlich ein zweites Mal mit einem kosmischen Abenteuer erobern und hat sich bei Cast und Crew nur marginal verändert, mit neuen Megastars sogar eine regelrechte Aufwertung erfahren.

Ein gutes Zeichen? Auf jeden Fall!



Vaterprobleme

Neuer Auftrag, neue Probleme!

Als die mittlerweile berühmten Guardians of the Galaxy ihren neusten Auftrag scheinbar unbeschadet erledigen, stellt sich binnen weniger Sekunden plötzlich die gesamte Welt gegen sie - und beendet ihr Dasein fast gänzlich.

Rettung naht jedoch in Form eines unbekannten Fremden, der die Gefahr mitsamt einer unglaublichen Macht spielend leicht auslöscht. Und sich dann auch noch als Peter Quill aka Star-Lords verschollener Vater präsentiert.

Eine Enthüllung, die nicht nur das Leben des Anführers der schlagkräftigen Truppe völlig auf den Kopf stellt. Unbemerkt nähern sich nämlich vollkommen neue Bedrohungen, die die anderen Mitglieder in Gefahr bringen und gleichzeitig das stabile Fundament des Teams gnadenlos ins Visier nehmen.



Beste Unterhaltung mit dem alten Team

Es ist schwer, die Handlung ohne große Spoiler anzuschneiden - darum halten wir uns bei der oberen Kurzbeschreibung und der folgenden Analyse auch möglichst kurz, um keine unbekannten Handlungselemente zu enthüllen. Immerhin haben sich die Trailer dieses Mal angenehm zurückgehalten und nur sehr wenig vorweggenommen.

Eines kann man aber festhalten: Regisseur und Drehbuchautor James Gunn hat es abermals geschafft, einen jederzeit spannenden Plot auf die Beine zu stellen, der nicht nur einen unterhaltsamen Rahmen, sondern auch ausreichend Platz für das gesamte Team sowie einige Neuzugänge bietet.

Während das Gesamtwerk zu Beginn noch die väterliche Beziehung zu Peters Vater Ego (Kurt Russell) in den Mittelpunkt stellt, weitet sich das Ganze schnell auf emotionale Beziehungen an sich aus - ob nun familiär oder freundschaftlich.

Funktionieren tut das nicht nur dank der wirklich hervorragend fortgeführten Charakterentwicklung, sondern auch dank den erneut unglaublich starken Haupt- und Nebendarstellern, die jederzeit perfekt abliefern und die stete Balance zwischen Action, Emotion und Humor vortrefflich meistern.

Ob nun Chris Pratt, Zoe Saldana, Bradley Cooper (beziehungsweise seine Stimme), Michael Rooker oder Kurt Russell: schauspielerische Meisterleistung wird hier großgeschrieben. Einen klaren Favoriten kann man somit nur schwer ausmachen. Immerhin schließt man jeden bereits nach dem ersten Auftreten wieder direkt ins Herz.



Lachen, weinen, explodieren

Bereits mit dem Vorgänger hat James Gunn bewiesen, dass er die Zutaten für einen wohlschmeckenden Leinwandcocktail kennt und perfekt mischen kann. Ein Können, dass er bei Guardians of the Galaxy Vol. 2 aufruft und abermals begeistert.

Die Action. Abermals ergeben anschauliche Explosionen und packende Kamerafahrten ein zusammengeschweißtes Super-Duo, das zu keinem Zeitpunkt langweilt und immer wieder neue Ideen in den Raum wirft. Besonders toll: nachdem die letzten Marvel-Showdowns eher mäßig ausfielen, drückt Guardians Vol. 2 mit dem finalen Kampf ordentlich aufs Gas.

Der Soundtrack. James Gunn bedient sich wieder einiger wundervoller Klassiker (unser Favorit: The Chain von Fleetwood Mac) und nutzt diese nicht nur zum Unterstreichen markanter Szenen, sondern begleitet gelegentlich sogar die Handlung. Wer also genau zuhört, der darf sich über eine weitere Story-Ebene freuen.

Der Humor. Jeder Gag sitzt. Klar, einige Witze kannte man schon aus den Trailern und hat sie beim erneuten Sehen nicht mit ganz so starken Lachern belohnt wie angedacht. Unterm Strich gab es jedoch keinen humorvollen Einsatz, der vollkommen gegen die Wand fuhr. Ob nun die Sprüche, Situationskomik oder einfach die Kommunikation zwischen den Guardians. Hier funktioniert alles!

Die Charaktere. Wir haben viele noch in unseren Herzen. Dank Guardians Vol .2 sind weitere dazugekommen. Ob nun Rocket, Baby Groot, Star-Lord oder Yondu, jeder Charakter bringt eine eigenständige Story, ein vielschichtiges Wesen und prägnante Szenen mit, weshalb man nicht einen von ihnen missen möchte. Selbst, wenn sie einem die Tränen in die Augen treiben.



136 Minuten pure Unterhaltung

Guardians of the Galaxy Vol. 2 profitiert von einer unglaublichen Stärke: enormen Umfang in ein recht knapp bemessenes 136 Minuten-Paket zu drücken und dabei dennoch an allen Fronten vollends abzuliefern.

In einem Moment erleben wir den Kampf gegen ein ekliges Supermonster, bekommen anschließend mit tiefgehenden Dialogen die Protagonisten nähergebracht und bekommen dann auch noch einige vortreffliche Lacher spendiert. Ein Muster, das sich durch den gesamten Film zieht und jederzeit begeistert.

Dabei erlaubt sich James Gunn nur sehr selten Fehler - leider fallen diese aufgrund des ansonsten perfekten Umfelds umso stärker auf. So häufen sich im Mittelteil die emotionalen Momente und lassen die zuvor gelungen etablierte Abwechslung kurzzeitig vermissen. So hangelt man sich von einer tragischen Hintergrundgeschichte zur nächsten, was in einer Szene sogar unfreiwillig komisch wirkt.

Wenn solch marginale Kleinigkeiten aber gezielt ins Auge stechen, spricht das Bände über die übergreifende Qualität des Films. Guardians of the Galaxy Vol. 2 fühlt sich nämlich wie ein weiteres Herzensprojekt von James Gunn und seiner Crew an, das auf Hochglanz poliert und mit einem epischen Soundtrack unterlegt wurde.

Und somit verlieren wir uns am Ende dann doch in eine altbackene, in diesem Fall aber perfekt passende Floskel, die wir nur mit schmerzenden Finger abtippen können: Wer den Erstling mochte, der wird Guardians of the Galaxy Vol. 2 lieben.

Altbacken. Aber seltener passte dieses Fazit besser.



Fazit

Guardians of the Galaxy Vol. 2 kann beinahe nahtlos an das phänomenale Level seines Vorgängers anschließen und lädt abermals zu einem unvergesslichen Galaxie-Abenteuer ein, das mit sympathischen Charakteren, einer ordentliche Prise Humor und einem fantastischen Soundtrack auf ganzer Linie überzeugt.

Zur Halbzeit des Films nehmen die emotionalen Momente zwar ein wenig Überhand und wirken fast schon gewaltsam aneinandergereiht, hierbei handelt es sich aber um Meckern auf hohem Niveau. Immerhin kann Regisseur und Drehbuchautor James Gunn fast durchgängig unter Beweis stellen, dass er sich seinen Guardians-Posten auf ganzer Linie verdient hat.

Dadurch avanciert Guardians of the Galaxy Vol. 2 zwar nicht zum besten Film des Marvel Cinematic Universe, spielt aber definitive in der Oberliga mit. Und stellt somit konsequent die Vorfreudeweichen zum kommenden Infinity War.

9/10 lebenden Planeten

Name: Guardians of the Galaxy Vol. 2
Studio/Verleih: Marvel Studios / Walt Disney Studios
Regie und Drehbuch: James Gunn
Schauspieler: Chris Pratt, Zoe Saldana, Dave Bautista, Vin Diesel, Bradley Cooper, Michael Rooker, Karen Gillan, Kurt Russell, Sean Gunn, Sylvester Stallone
Musik: Tyler Bates
Laufzeit: 136 Minuten
Freigegeben ab: 12 Jahren



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